Biofeedback als Coaching bei Leistungsdruck

(Stress im Bereich der Hochleistungsfähigkeit)

 

Ein bestimmtes Ausmaß von belastenden Emotionen und einhergehender Anspannung oder Stress ist für optimale Leistungen und ein Training von sportlicher oder intellektuell-kreativer Hochleistung (sogenannte 'peak performance') notwendig. So führt eine gesunde Angst zu erhöhter Konzentration und vorausschauendem Verhalten, etwas Neid zu erhöhter Leistungsmotivation oder leichter Ärger zu erhöhter Durchsetzungsfähigkeit.

 

Ein Zuviel an belastenden Emotionen und den einhergehenden körperlichen Stress-Reaktionen führt jedoch zu einem Leistungsabfall. Auch wirksame und aussichtsreiche Problemlösefähigkeiten sind in einem ausgeprägten Stresszustand verhindert.



Es ist somit das sinnvolle Ziel für Sie, eine emotionale Selbstregulationskompetenz für ein optimales Gleichgewicht von Entspannungszustand und angemessenen Stress bewusst herzustellen. Biofeedback stellt deshalb für Sie ein hervorragendes Coaching dar, die für Sie wirksamsten Strategien herauszufinden, zu erlernen und zu trainieren.

 

 

Abläufe von Biofeedback-Sitzungen beim Coaching

 

Herzratenvariabilitäts-Training (auch RSA-Training genannt):
Ein gesundes Herz schlägt unregelmäßig. Es bestehen kleine - üblicher Weise nicht spürbare - Veränderungen des Herzschlages in Anpassung an den Atemrhythmus: Beim Einatmen schlägt das Herz etwas schneller und beim Ausatmen etwas langsamer. Diese natürliche Schwankung des Pulses heißt "Respiratorische Sinusarrhythmie" ('RSA') und der Grad dieser RSA heißt wiederum "Herzratenvariabilität" ('HRV'). Eine ausgeprägte Herzratenvariabilität steht nachweislich in engem Zusammenhang mit diversen Gesundungsprozessen: Reduzierung stressabhängiger funktioneller Störungen wie Bluthochdruck, chronische Erschöpfung oder Asthma-Symptomatik und Abbau von sowohl Depressionen als auch Ängsten. Ebenfalls sind gute Erfolge bei der Stressbewältigung, der Steigerung von Gelassenheit und gerade auch der Verbesserung  physischer wie psychischer Höchstleistungsfähigkeit festgestellt worden. Bei diesem Herzratenvariabilitäts-Training lernen Sie, Ihre bildlich dargestellte Atmemkurve und Ihre Pulskurve anzugleichen. Die Rückmeldung Ihrer  Bauchatmung und Pulsfrequenz am Bildschirm hilft Ihnen dabei, den richtigen Rhythmus zu finden. Je ausgeprägter und ruhiger der Rhythmus Ihrer Bauchatmung dabei wird, umso größer sind die gesunden Schwankungen Ihrer Pulsfrequenz. Sie können daher lernen Ihre Herzratenvariabilität über Biofeedback-Therapie zu erhöhen und so zum einen Ihre allgemeine Stressbewältigungskompetenz zu verbessern als zum anderen auch Ihre Hochleistungsfähigkeit zu steigern. Je ausgeprägter diese Pulsfrequenz-Schwankungen durch Ihr Training werden, desto weniger störanfällig wird Ihre Performance:

 

Sympathikusreduktions-Training:

An einem Finger wird mit einer Multisensor-Manschette der elektrische Leitwert der Haut gemessen während Sie in einem bequemen Entspannungssessel sitzen. Der ermittelte Hautwiderstand stellt ein relatives Maß für die Schweißdrüsenaktivität und damit für die innere Anspannung bzw. Stressaktivität des sympathischen Nervensystems dar. Je feuchter die Haut des Finges der gemessenen Hand, desto größer der Messwert. Der veränderbare Grad Ihrer psychischen Erregung wirkt sich unmittelbar auf Ihren Hautwiderstand (sog. 'Psychogalvanischen Reflex'.) aus und wird anhand eines Kurvenverlaufes auf dem Monitor sichtbar. Schon leichteste Belastungsimpulse durch pessimistische Gedanken, negative Gefühle oder problematische Erinnerungen lassen durch Schweißproduktion die Kurve ansteigen. Hingegen geistige und körperliche Entspannung lassen durch die gesenkte Schweißproduktion die Kurve unmittelbar abfallen. Entspannung fördernde Filme und Musik unterstützen das Sympathikus-Senkungs-Training. Sie können darüber hinaus auch als Zielschwellen eingerichtet werden, d.h. sowohl der Naturfilm als auch die Entspannungsmusik beginnen erst zu laufen, wenn eine vorher benannte Entspannungsschwelle erreicht wird. Das Ansehen des Filmes oder das Hören der Musik ist dann eine Art Belohnung des absolvierten Schrittes der Entspannung und fördert den Senkungsprozess des Sympathikus (sog. 'operante Konditionierung'):