Energetische Psychotherapie

Im Rahmen der Energetischen Psychotherapie — einer Kombination von Kinesiologie (s.u.), Akupunkturwissen der Traditionell Chinesischen Medizin (»TCM«),  verhaltenstherapeutischen Traumabewältigungsverfahren mit der »EMDR«-Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) und Klinischer Hypnose — werden in den psychologischen Behandlungsprozess erstmals physikalisch-energetische Aspekte der jeweils vorliegenden psychischen Störung eines Patienten diagnostiziert und behandelt.

 

Psychologisch wird davon ausgegangen, dass unser Erleben sowie unsere Emotionen und Gedanken an elektromagnetische bzw. elektrodynamische Energiefelder im und um den Körper herum gekoppelt sind, die den Gesetzen der Quantenphysik unterliegen. Denn die Erkenntnisse dieser neueren Physik führten in psychologischen Überlegungen zu der Annahme, dass psychische Probleme im Grunde eine Funktion der Energiestrukturen oder Energiefelder darstellen. Unsere körperlich-seelische Gesundheit unterliegt demnach — unter anderem — den gleichen energetischen Wechselwirkungen wie die subatomaren Elementarteilchen oder Wellenmuster in der Quantentheorie. Das bedeutet, dass psychischen, neurologischen, zwischenmenschlichen oder Verhaltens-Problemen auch eine energetische Komponente zu Grunde liegt.

 

Zur näheren Betrachtung: Belastende Erfahrungen, negative Gefühle und pessimistische Überzeugungen verursachen eine Störung im Energiefeld des Körpers, was zu einer Beeinträchtigung gesunder sowohl psychischer als auch körperlicher Prozesse führt. Der Körper speichert daraufhin die negative emotionale Erfahrung zusammen mit dem Muster der Energiestörung ab. Diese möglicherweise krankheitsfördernden energetischen Muster werden in assoziierten Situationen, wenn man also erneut die gleichen Erlebnisse, Gefühle oder Gedanken hat, wieder hervorgerufen und können damit wiederholt zu psychosomatischen Störungen führen. Die Behandlungsmethode der Energetischen Psychotherapie zielt deshalb darauf ab, das jeweils beeinträchtigte körperumgebende elektromagnetische Energiefeld wieder in einen ausgewogenen Zustand zu versetzen. Dies ermöglicht dem biologischen Körper und der Psyche die Entfaltung von Selbstheilungskräften zur Regeneration. Sinnbildlich gesprochen wird hier eine Art »Schalter« angenommen, der das emotionale Problem buchstäblich »einschaltet«. Besteht also eine anhaltende gestörte Lebenssituation oder ist ein Trauma widerfahren, werden in diesem Zusammenhang bestimmte Gedanken und Überzeugungen sowie körperliche Stressreaktionen entwickelt, die wiederum als Auslöser für bestimmte elektromagnetische Impulse in Gehirn und Körper wirken. Hierdurch entstehen unter anderem besondere Ungleichgewichte in unserer Biochemie als auch auffällig spürbare negative oder belastende Emotionen wie Ängste, Depressionen, Ärgerzustände usw. Dies alles wirkt ganzheitlich belastend auf den Menschen und hält ihn seelisch-körperlich (»psychosomatisch«) in einem ungesunden Zustand.

 

Dr. Axel Schildt

 

Der elektromagnetische Teil des Problems lässt sich üblicherweise durch ein einfaches Muskeltestverfahren der (Psycho-) Kinesiologie diagnostizieren. Hierbei wird die folgende psychophysiologische Erkenntnis genutzt, dass eine unangenehme Emotion oder negative gedankliche Einstellung nervlich auch eine Veränderung in unserer Muskulatur bewirkt. Bei positiven Gedanken und Gefühlen neigen die Muskeln dazu, schnell anzusprechen und stark zu sein. Bei negativen Gedanken und Gefühlen zeigen sie eher Schwäche. Die Muskeln sind in einem solchen Moment nicht wirklich schwach, sie können nur nicht optimal funktionieren, weil durch die Nervenbahnen fließende Elektrizität gestört oder unterbrochen wird. Bei dem psychotherapeutischen Vorgehen wird in der Regel die Stärke eines bestimmten Schultermuskels bei seitlich ausgestrecktem Arm überprüft (»mittlerer Deltamuskel«). Während der Patient an das zu lösende Problem denkt und gleichzeitig bestimmte Akupunkturpunkte am Körper berührt (»Alarmpunkte«, die wie »elektrische Umschaltstationen« arbeiten) oder er bestimmte problemrelevante Aussagen trifft, kann dieser Muskeltest in der Energetischen Psychotherapie genutzt werden, um Störungen im Meridiansystem gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin (»TCM«) herauszufinden. Sollten hierbei in einzelnen dieser mit inneren Organen und bestimmten Emotionen im Zusammenhang stehenden Meridiane (Energiebahnen auf denen sich die Akupunkturpunkte befinden) Ungleichgewichte festgestellt werden, so findet anschließend die entsprechende Behandlung zur energetischen Balancierung statt.

 

Diese energetische Harmonisierung wird durch therapeutisch angeleitete und in der Regel selbst durchgeführte Reihenfolgen von Klopfübungen auf speziellen und bewährten Akupunkturpunkten dieser Meridiane (»Klopfakupressur«) bewirkt, die zeitweise mit gewissen Augenbewegungstechniken (vergleichbar mit denen der »EMDR«-Methode) zur Optimierung von Verarbeitungsprozessen des Gehirns und entsprechenden diesen Prozess fördernden (Auto-) Suggestionen der Klinischen Hypnose kombiniert werden.

 

Durch diese Verfahren der Energetische Psychotherapie können traumatische Erfahrungen (z.B. Missbrauch in der Kindheit, Vergewaltigung oder Naturkatastrophe) besonders mild aufgearbeitet und in die eigene Biografie psychologisch angemessen integriert werden, sodass zukünftig in diesem Zusammenhang nicht mehr die üblichen Stressreaktionen auftreten. Auch die Regulation belastender Gefühle wie Angstreduktion, Aggressionsabbau oder Depressionsbewältigung sind besonders zügig und nachhaltig erlernbar. Die Selbsthilfe bei Erschöpfungszuständen und Förderung psychischer Anpassungsprozesse an chronische Ohrgeräusche und Schmerzzustände oder einschneidende Lebensereignisse (»life-events« wie z.B. Verluste, Trennung oder Kündigung) wird ebenfalls durch diese Therapiemethode relativ leicht zugänglich gemacht.

 

Zudem können durch die Energetische Psychotherapie unbewusste Selbstsabotagen (»Psychische Umkehrungen«), die bisher psychosomatische Heilungsprozesse erschwerten oder verhinderten, therapeutisch festgestellt und nachhaltig abgebaut werden.

 

Aber auch abgesehen von der Behandlung psychosomatischer Krankheitsbilder kann die Energetische Psychotherapie gerade im Rahmen eines karrierefördernden »coachings« besonders hilfreich zur kreativen Bewältigung von Selbstblockaden und Entwicklung von Eigenmotivationsstrategien genutzt werden.

 

Unabhängig von elektromagnetischen Erklärungsmodellen kann die Wirkung der Psychotherapie mit Klopfakupressur auch durch neuropsychologische Mechanismen verstanden werden: problematische Denk-, Fühl-, physiologische und Verhaltensmuster werden durch eine Verstörung entsprechender neuronaler Netzwerke des Gehirns durch paralle  Stimulationen auf mehreren Sinneskanälen (Klopfen von Akupunkturpunkten, rollende Augenbewegungen, Rechnen, Summen, Autosuggestionen aussprechen usw.) verändert. Diese Veränderung geschieht eben oft sogar nachhaltig.

 

Beim psychologischen Vorgehen verwende ich bevorzugt das Verfahren nach Fred Gallo (»EDxTM«, Energy Diagnostic and Treatment Methods).



(Die Kosten für Verfahren der Energetischen Psychotherapie werden von gesetzlichen Krankenversicherungen leider nicht übernommen.)